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Es war nicht leicht zu finden,
das Jugendferienheim Tannenhöhe in Süsel. Jedoch, wer es
erreicht hatte, war überrascht von der schönen Lage, den
eigenartigen Unterkünften und von der gesamten Umgebung. Ganz bewusst wählten
wir diesen Ort im Norden Deutschlands, um allen Pazifikinsulanern
und Freunden unserer Treffen, die in Norddeutschland und den
angrenzenden Ländern wohnen, eine günstigere Anfahrt zu
ermöglichen. Die Zusammensetzung der
Teilnehmer war somit ganz anders strukturiert als beim
Pazifikfestival im vorigen Jahr in Stuttgart. Dort waren
neben vielen anderen Nationen überwiegend Samoaner und Tonganer vertreten.
Diesmal waren acht pazifischen Nationen plus Philippiner, Molukken (Maluku)
und natürlich auch Deutsche und Niederländer vertreten.
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Sampari mit
Tänzen aus Westpapua
zum ersten mal bei uns!
(Foto. M.Assmann)
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Der Versuch,
eine Gruppe aus Neuguinea zu bekommen, ist uns trotz einiger
Schwierigkeiten gelungen. Wir wollen damit unsere
Solidarität mit den indigenen Völkern Westpapuas bekunden.
Momentan haben die Südseevölker (Papua und Melanesier) der
zweitgrößten Insel der Erde schwer zu leiden. Die
Selbstbestimmung ist ihnen, im Gegensatz zu den meisten
Völkern Polynesiens, versagt geblieben, obwohl auch viele
polynesische Nationen immer noch nicht in vollem Umfang
über sich selbst bestimmen können. Die diesjährige
Gastgruppe SAMPARI machte in einer beeindruckenden
Performance auf die Lage in Westpapua aufmerksam.
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Andere Teile
Ozeaniens wurde vertreten durch Pazifikinsulaner aus Samoa,
Tonga, Fidschi, den Cookinseln, Tuvalu, Kiribati und Tahiti. Das
Treffen wurde durch die Deutsch Pazifische Gesellschaft
organisiert. Seit 30 Jahren bemühen sich die Mitglieder dieser
Vereinigung die Menschen Mitteleuropas mit der Situation und den
Problemen der Pazifischen Region vertraut zu machen. Aber erst seit 2001
werden einmal jährlich alle Pazifikinsulaner, über deren
Aufenthaltsort wir Kenntnis haben, zu einem Pazifik -
Familientreffen eingeladen.
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Gruß von den Frauen
(Bild: Thomas Hollenbeck)
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Präsidentin der DPG
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Da es im vorigen Jahr keine
Gelegenheit zu einer Feier aus Anlass des 30-jährigen Bestehens
der DPG gab, stand das Fest unter diesem Zeichen. Die
Präsidentin der DPG Frau Rosemarie Vespermann-Deeken würdigte in
einer Ansprache am Sonnabend Nachmittag dieses Ereignis und dankte
allen Insulanern dafür, dass sie unser Vereinsleben durch ihre
rege Teilnahme an den Familientreffen so bereichert haben.
Weiterhin galt ihr Dank den Mitgliedern und Freunden, die durch
reichliche Spenden dieses Treffen ermöglicht haben. Vielen Dank!
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Spender waren: die
Deutsch Pazifische Gesellschaft, Hans Riehm,
Berlin (Monoi Tahiti) / Amei Steinbauer, München / Andreas Bien,
Herzogenrath / Frank Steinbauer / Manfred
Assmann, Sachsenbrunn / die Gruppe 'White Dolphin' / Armin Fruth
und andere. Insgesant 650 Euro! Weitere 400 Euro wurden
durch die DPG bereitgestellt.
Herzlichen Dank an alle, die bei der Vorbereitung des Umu und
in der Küche tätig waren. Julia Wölfert und Familie
Döblitz seien hier erwähnt. Keine Sorgen brauchten wir uns um
den Umu zu machen. Alles ging wie von selbst! Kein Wunder!
Waren doch viele Männer aus Fidschi am Werke, die darin
geübt sind.
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Bea Carels & R. Vespermann-Deeken |
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Der Gottesdienst, durchgeführt
von Pastor Anas Hamami ganz aus der Nähe von Süsel, war
eingerahmt in Gesänge unserer fidschianischen Gäste. Nach einer
kurzen Ruhepause wurden die Speisen aufgebaut und serviert. Wir
hoffen, dass alle satt geworden sind. Oder etwa nicht?
Ab 19 Uhr füllten sich die Ränge des Amphitheaters, denn nun
begann die "Pacific Show". Eingeleitet wurde der
lange Abend durch unsere bisher größte Delegation von
Fidschianern bei einem Pazifikfest. Sie sangen eine Anzahl
von Liedern aus ihrer Heimat. Sie versprachen
wiederzukommen.
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Fiji singt (Foto: Brigitte Paul)
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Einige der
Männer waren noch vor einigen Monaten im Irak stationiert und
waren sichtlich froh, an so einem friedlichen Zusammentreffen von
Personen aus verschiedenen Nationen teilnehmen zu können. Nach
dem bereits erwähnten Auftritt vom "Sampari" begann die
bunte Palette der verschiedenen Tänze aus Polynesien und
Mikronesien. Durch das Programm führte uns Brigitte Paul.
Besonders wichtig für uns waren die vielen Besucher aus den
Niederlanden. Samoanische und Tonganische Beiträge sind wie immer
gleich stark vertreten.
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| Die
samoanische Delegation aus den Niederlanden (s. Bild rechts)
verfasste ebenfalls einen Bericht über das Treffen, welchen man
bei uns und in ihrer Website www.wsamoa.ws
nachlesen kann. Eine deutsche Übersetzung werden
wir bei uns veröffentlichen. Unser samoanischer Ehrengast Jerry aus
Dänemark hat uns zu einem noch genau zu datierenden Pazifikfest
eingeladen. Doch darüber werden wir im August in Helsinki beraten
und eine Festlegung treffen. Wir sind weiter daran interessiert,
durch die Einbeziehung von Partnerorganisationen im europäischen
Ausland eine gemeinsame organisatorische und finanzielle Basis zu
schaffen, die es ermöglichen wird, dass mehrere Länder das
Pazifikfestival durchführen können. Unsere nationalen
Treffen werden aber nicht eingestellt, sondern einen
thematischen bzw. einen Länderschwerpunkt haben und mehr
regionalen Charakter tragen. Eine Vorschlagsliste wird noch
im Sommer verteilt, um Wünsche und Vorstellungen der beteiligten
Organisationen zu ermitteln. |

Teil der samoanischen Delegation
(Foto: van Vlieth)
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Nach den
Fidschianern und nach Sampari folgten dann die Beiträge der verschieden Länder und Gruppen.
Julia Wölfert und die Moderatorin Brigitte Paul vertraten
Kiribati. Samoanische Solos in
verschieden Kostümen von Tunu und Suavai waren eine Wohltat für
jedes Auge. Inzwischen hatten auch unsere Freunde aus Fidschii den
traditionellen Part angesteuert. Ihr Zauberwort heißt Yaqona, bei
uns unter Kava bekannt. Jenes leicht berauschende Getränk gehört
bei solchen Anlässen dazu. Wer vermag darüber zu urteilen?
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Bevor die Berliner
Gruppe White Dolphin den Ausklang einleitete, war noch ein buntes
Programm zu sehen. Ganz kurzfristig haben sich noch 3 Jungen
zusammengefunden, die sich nur teilweise vorher kannten und
versuchten sich am neuseeländischen Haka. Es klappte doch recht
gut.
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Haka Boys (Foto: van Vlieth)
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An lustigen
Einlagen hat es weiterhin auch nicht gemangelt. So einige Ideen
hatte die fidschianische Delegation auf Lager. Einige von Ihnen
und auch andere haben am späten Abend nicht so schnell ihr
Nachtlager gefunden, obwohl es nur wenige Schritte entfernt war.
Wir hoffen, dass alle zufrieden waren. |

Anna, Manfred und Turua
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Wer
Ideen für ein nächstes Treffen im nächsten Jahr hat, der sollte uns
unbedingt informieren. Es gibt bereits verschiedene Vorstellungen.
Einige von uns werden sich eventuell in Helsinki wieder treffen,
Erinnerungen, Fotos oder Videos austauschen. Herzlich bedanken wir uns
bei Florian Köhler von Mingus-Film, der alle Ereignisse festgehalten
hat. Herzliche Grüße an das Ehepaar Albrecht vom Jugendferienheim
Tannenhöhe, das dieser ungewöhnlichen Feier auf ihrem Gelände einen
besonders schönen Rahmen gab und für die köstlichen Mahlzeiten sorgte.
Für den Sonntag war nichts mehr geplant, obwohl sicher noch Interesse
an irgendwelchen Veranstaltungen bestand, aber wer auf die Uhr schaut
und überlegt, wie lange es dauern wird, bis man wieder zu Hause ist,
dem war klar, dass man doch Abschied nehmen muss.
"Bis zum nächsten mal!" - Diesen Satz konnte man am Sonntag oft hören.
Damit man uns nicht vergisst, werden alle in den nächsten Wochen
eine Erinnerung erhalten. |
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Das Festkomitee:
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Manfred & Christel Assmann,
Sachsenbrunn
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Arno Crotogino, Kiel
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Burghard & Silke Pieske, Lübeck
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Anmerkung:
Viele hatten ja gehofft, dass die Gruppe E Matike aus Rarotonga zu uns
kommen könne. Das war leider nicht möglich. Am Sonntag werden sie irgendwo an uns vorbei gerauscht
sein, auf dem Wege von Holland nach Ribnitz-Damgarten, wo sie an einem
Wettbewerb teilgenommen haben. Eine Gelegenheit dieser Art wird es aber
bereits im nächsten Jahr wieder geben, denn es werden sogar zwei Gruppen von
den Cookinseln in Europa unterwegs sein. Auch wir werden im
nächsten Jahr wieder eine Gastgruppe engagieren. Lasst Euch
überraschen!
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